Über MIRA

MIRA entwickelt vielschichtige Inszenierungen von hoher Sensibilität & intensiver Bildsprache. Innen & Außen werden in den Dialog gebracht, es wird sichtbar, was unter die Haut geht, spürbar, was nicht fassbar ist. Experimentell & feinfühlig lotet MIRA Grenzen aus – ob imaginär oder räumlich, zwischen den Genres, persönlich & zwischenmenschlich. Die seit 2009 interdisziplinär arbeitende Gruppe erarbeitet Performances, die sich auf die Integration visueller, räumlicher & emotionaler Elemente konzentrieren. Die Kompanie, aus Köln, präsentierte bisher 8 abendfüllende Produktionen. „MIRA 6_89° – Ein Solo mit Gedächtnishüllen“ – Premiere 2017 in der Ausstellungshalle des Alten Pfandhaus, Köln – wurde für den Kölner Tanztheaterpreis 2017 nominiert. „MIRA 7_Thuley“ – ausgezeichnet mit dem Kölner Tanztheaterpreis 2018 – ist ein tänzerisches Experiment zwischen 3 professionellen TänzerInnen & 2 Jugendlichen, ursprünglich aus Afghanistan. Die aktuelle Produktion „MIRA8_was bleibt“, die im Januar 2020 das tanz.tausch-tanz & performance festival in der Kirche St. Gertrud eröffnete, behandelt den aktuellen Wertewandel.

Für das Jahr 2020 wurde Julia Riera für das internat. Stipendienprogramm >>Tanzrecherche NRW<< des NRW KULTURsekretariat ausgewählt. Daneben ist sie im Rahmen der Initialförderung des Fonds DAKU in einem künstlerischen Austausch mit der amerikanischen Fotographin Danna Singer zu dem Thema „Bilderwelten“.

…Selten erlebt man ein so raffiniertes Dialogisieren auf Augenhöhe zwischen Tanz und Musik. Ausdrucksstark wird hier gearbeitet, so dass dem Publikum letztlich das besondere Erlebnis einer Performance beschert wird, die eine Vorstellung von der archaischen Tiefe menschlicher Bewegung gibt.

Thomas Linden/Kölner Rundschau am 24.10.2017

Julia Riera
Choreografie, Künstlerische Leitung

Julia Riera

Julia Riera, ist freie Choreografin und künstlerische Leiterin des im Jahr 2009 gegründeten Tanz-Ensembles MIRA. Im Herbst 2021 erscheint ihre neueste Produktion „MIRA 10_Ikonen“. Im Herbst 2020 erschien „MIRA 9_was uns trennt und bindet“. Im Januar 2020 ging die ortsspezifische Produktion „MIRA 8_was bleibt“ in der Kirche St. Gertrud, Köln auf dem Tanztausch-Festival in Premiere. 2019 entwickelte sie im Rahmen eines Lehrauftrags an der Universität Siegen die Choreografie für eine Neuauflage des Triadischen Ballets – an der Schnittstelle zwischen Architektur und Tanz. 2018 wurde das Ensemble für „MIRA 7_ Thuley“ mit dem Kölner Tanzpreis ausgezeichnet. Das Stück „MIRA 6_ 89° war 2017 für den Kölner Tanzpreis nominiert. Den Preis für das beste Duo gewann das Stück „MIRA 5_ fragile construction“ 2016 beim internationalen SoloDuo NRW&friends-Wettberwerb in Köln.

In allen ihren Stücken, aber auch in anderen Formaten sucht sie die interdisziplinäre Zusammenarbeit, wie aktuell mit der renommierten amerikanischen Fotografin Danna Singer, mit der sie seit 2019 im künstlerischen Dialog steht (finanziert durch eine Initialförderung des FONDS DAKU)sowie als Stipendiatin der internationale Tanzrecherche NRW des NRW Kultursekretariats, aber auch in Tanzfilmprojekten mit Jugendlichen in Kooperation mit der jungen Akademie für Dokumentarfilm YOUNG DOGS.

Julia Riera hat zeitgenössischen Tanz an der Hochschule für Tanz in Tilburg (Niederlande) studiert. 2001 absolvierte sie ein Studienjahr an der Rubin Academy of Music and Dance, Jerusalem (Israel). Während und nach ihrem Studium arbeitete sie auch als Tänzerin u.a. mit den Choreografen Uri Ivgi, Piet Rogie, Angie Hiesl, Barbara Fuchs und Marco Santi sowie an der Bayrischen Staatsoper. Im Jahr 2005 absolvierte sie als Stipendiatin der Kunststiftung NRW einen Studienaufenthalt in New York bei den Choreografen Trisha Brown, Merce Cuningham, Jennifer Muller sowie bei Dance Space.

Philip Mancarella
Musik, Komposition, Technik

Philip Mancarella

Philip Mancarella (geb. 1983) ist Musiker und Programmierer. Er studierte von 2004–2008 an der ArtEZ Hoogeschool vor de Kunsten, Arnhem Jazz-Piano. Neben Projekten und Auftritten mit internationalen Künstlern und Bands in Europa und Russland wirkt und arbeitet er als Produzent und Musiker regelmäßig für MIRA und andere Künstler, Künstlergruppen, Theaterensembles und TänzerInnen. Er komponiert und produziert in den Bereichen elektronische Musik, Jazz und freie Musik für verschiedene Ensembles.

Seine Forschungen und künstlerischen Arbeiten bestehen zu großen Teilen aus der Programmierung von musikalischen Regeln und der gegenseitigen Integration von Musik und digitalen Medien.

Die Arbeit mit und für MIRA ist für mich eine inspirierende, wiederkehrende Arpeitsphase geworden. Ich genieße den leidenschaftlichen Einsatz aller beteiligten und die Annahme durch das Publikum gleichermaßen. Die Gelegenheit zur Zusammenarbeit mit begabten und kreativen Choreografinnen, Tänzern und Tänzerinnen vereint an interdisziplinären Performances zu arbeiten und so Künste miteinander sprechen und wirken zu sehen, ist für mich ein sehr wichtiger Grund für die Zusammenarbeit und bestätigt sich jedes Jahr aufs neue.

 

MIRA arbeitet und arbeitete u.a. zusammen mit

  • Magdalena Hutter, Co-Leitung, Schnitt
  • Lena Busse, Produktionsleitung, Social Media
  • Elsa Weiland, Produktion & Dramaturgie
  • Odile Foehl, Tanz
  • Geraldine Rosteius, Tanz
  • Wolfgang Pütz, Licht, Technik, Bühnenausstattung
  • Mechtild Tellmann, Presse
  • Mark Christophe Klee, Tanz
  • Anika Bendel, Produktionsleitung / Finanzen
  • Caroline Skibinski, Management
  • Charlotte Petersen, Tanz
  • Omid Rezai, Tanz
  • Mahdi Mosiu, Tanz
  • Mijin Kim, Tanz
  • Kirill Berezovski, Tanz
  • Fa-Hsuan Chen, Tanz
  • Dong UK Kim, Tanz
  • Alexander Meier, Bildende Kunst / Szenenobjekte
  • Thomas Falk, Dramaturgie