Symbolik 02.01.2020

Die Anzahl der TänzerInnen in MIRA 8_was bleibt ist nicht zufällig.
Die Zahl „3“ gilt sowohl als Ordnungszahl in der Mathematik als auch von alters her als göttliche bzw. heilige Zahl. Der Jahres- und Lebenszyklus wurde in vielen Kulturen als Dreiheit gesehen. Beispiele dafür sind u.a.

  • Wachsen – Fruchtbarkeit – Vergehen
  • Kindeheit – Erwachsenenalter – Alter

In der christlichen Zahlensymbolik gilt die Zahl „3“ als Symbol für die Dreifaltigkeit (Trinität) Gottes, die Heilige Familie und die Auferstehung Christi am dritten Tag.

In Bezug auf die Produktion hat mich das Bild der Auferstehung, der Hoffnung nach der Zerstörung zu einem “einfachen“ Bühnenbild inspiriert, eine Art “Insel der Hoffnung“ zu schaffen im schwankenden Meer.

Die christlichen Bilder, oftmals Darstellungen von Leiden und Schmerz aber auch Glanz und Gloria inspirieren mich in meinem künstlerischen Prozess, indem ich dazu kontrastierende Werke suche wie u.a. die Arbeiten der von mir sehr bewunderten Fotografin Danna Singer.

Ihr Bild der drei Frauen im Waschraum (Titel „Bathroom“) wurde wiederum inspiriert von den drei Musen aus dem Gemälde „Geburt der Venus“ von Sandro Botticelli. Mich interessieren im Besonderen diese starken Ambivalenzen. Bilder des Idealen, Bilder verschiedener Lebensrealitäten – wie kann das alles gleichzeitig bestehen und wo liegen ihre Verbindungen?

Beschreibung der Bilder:

Rembrand – Der Sturm auf der See von Galiläa
El Greco – Jungfrau mit dem Kind
Danna Singer – making a portrait
Sandro Botticelli – Geburt der Venus
Danna Singer – Bathroom

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