Die Ikone. Ein moralischer Kompass. Der Inbegriff eines Lebensgefühls. Eine Muse mit Vision. Doch immer ein weiblicher Körper. In ihrer neuesten Produktion durchleuchtet die Tanzkompanie MIRA feminine Bilder von Leiblichkeit, die faszinieren.

Gemeinsam mit drei Performerinnen erschafft Julia Riera in MIRA 10 eigene Ikonen. Frauencharaktere, die die Komplexität der Rollenbilder in ihrer Unvereinbarkeit zeigen. Die Frauenbilder entstehen zwischen Realitäten und Fiktionen, zwischen Phantastischem, Dystopischem und Utopischem. Im Fokus steht die Spannung zwischen Perfektion und menschlichen Schieflagen, die Unvollkommenheit des strauchelnden Körpers und des kämpfenden menschlichen Geistes. MIRA 10 ist inspiriert von Werken weiblicher Fotokünstlerinnen und reflektiert die Übertragung fotografischer Gestaltungsmittel auf den Tanz.

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Wer viel erlebt hat, hat viel zu erzählen. Und die, die noch am Anfang ihrer Geschichte stehen, suchen oft nach Orientierung. Gerade jetzt, in diesem speziellen Moment, in dem die Unsicherheit, mit der wir immer leben, so offensichtlich und spürbar ist, kann es inspirierend sein zu hören, was andere erlebt haben, wie sie ihr Leben gestalten haben. Aber gerade jetzt, wo wir noch stärker voneinander isoliert sind als zuvor schon, bekommen wir auch oft nicht viel voneinander mit.Wie kommen wir an unseren Erfahrungsschatz ran und wie können wir andere einladen, ihn mit uns zu teilen? Welche neuen Perspektiven tun sich auf? Und wie können wir unsere Körper und Bewegung dabei nutzen, wenn wir uns erinnern und unsere Erinnerungen teilen?
Wir suchen Menschen über 60, die Lust haben, mit uns gemeinsam kurze filmische Selbstportraits zu entwickeln – getragen von den eigenen Erzählungen und übersetzt in Bewegung. Wir, das sind Julia Riera (Choreografin) und Magdalena Hutter (Dokumentarfilm-Regisseurin und Kamerafrau).

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MIRA 10_Ikone ist ein neues digitales Format, das speziell für das diesjährige tanz.tausch-Festival entwickelt wurde. Ein Solo der Performerin Odile Foehl – oder schon ein Duett mit der Kamera? Auf jeden Fall ein Experiment mit der Kamera – eine choreografierte Aufnahme für das Publikum.

In diesem ersten Teil der Produktion MIRA 10_Ikonen visualisiert die Choreografin Julia Riera den weiblichen Blick in der Kunst sowie den Blick von Frauen auf Frauen. Inspiriert von den beeindruckenden Arbeiten von Fotografinnen wie Danna Singer, Sally Mann und Elle Pérez, visualisiert MIRA diesen weiblichen Blick in einem vorproduzierten Video.

Das Solo ist der erste Teil der für September 2021 geplanten abendfüllenden Choreographie MIRA 10_Ikonen und gleichzeitig ein digitales Testformat des dann geplanten Livestreamings.

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Die neunte Produktion der Kölner Tanzkompanie MIRA widmet sich emotionalen Verbindungen, sensiblen Trennungen, sichtbaren und unsichtbaren Grenzen.
Gerade in der heutigen Zeit, in der Grenzen und Trennungen überlebenswichtig sind, stellt sich die Frage nach der emotionalen und sozialen Kraft von Beziehungen, die durch Grenzen geprägt sind, neu.

In MIRA 9_was uns trennt & bindet beschäftigen sich 4 Tänzerinnen mit Zuständen, in denen sie ihre eigenen Grenzen überschreiten, um neue Bindungen aufzubauen.
MIRA 9 spinnt ein Netz von Fäden zwischen Individuen und legt Beziehungsgeflechte frei, die unser soziales System in allen Lebensbereichen prägen.
Wie müssen Grenzen in Beziehungen, Netzwerken und Begegnungen gestaltet sein, damit sie nicht nur einengen, sondern auch Stabilität geben?

Wo und wie genau verlaufen Grenzen in Beziehungen, Netzwerken, Begegnungen – wie müssen sie beschaffen sein, um Halt zu finden?
In MIRA 9 werden Fäden zu einem Netz von Personen gesponnen, ein Beziehungsgeflecht aufgedeckt, das unser System prägt. Wie können sie noch enger gesponnen werden?

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Die Tanzkompanie MIRA schafft in dieser Produktion einen Raum, der danach sucht, ob es eine Essenz gibt, die existieren kann, die existieren muss. Wenn ja, wie sieht sie aus? Was verschwindet, was verwandelt sich, was bleibt?
 In enger Zusammenarbeit mit den Darstellern setzt sich MIRA mit den sich verschiebenden und verändernden Werten in der heutigen Welt auseinander.

MIRA sammelte Beiträge zur Produktion und die Publikumsstimmen nach der Premiere im MIRA 8 Blog.

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… als stünde man am Ufer des Sees … als spürte man die Fülle des Wohllauts in der Stille des Moments … als übersetze sich Vergangenes in Gegenwart um gegenwärtig vergangen zu sein …

(Zitat aus „Heimat“ von Christian Schüle)

Wir sind alle in Bewegung gekommen und gezwungenermaßen auf Wanderschaft – durch Außen- und Innenräume.
Fünf Fremde treffen aufeinander auf der Suche nach dem Eigenen.

Auf Thuley.

MIRA7_Thuley ist eine Produktion mit fünf Tänzer*innen unterschiedlicher kultureller Herkunft und unterschiedlichen Alters. Drei von ihnen sind erwachsene, professionelle Tänzer*innen, die anderen beiden zwei Jugendliche aus Afghanistan. Was sie eint sind ihre Unterschiede und die Lust auf ein tänzerisches Experiment der Gegensätze.

MIRA entwickelt vielschichtige Inszenierungen von hoher Sensibilität und intensiver Bildsprache. Innen und Außen werden in den Dialog gebracht, es wird sichtbar, was unter die Haut geht, und spürbar, was nicht fassbar ist. Experimentell und feinfühlig lotet MIRA Grenzen aus – ob imaginär oder räumlich, zwischen den Genres, persönlich und zwischenmenschlich.

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In der interaktiven Tanzperformance MIRA 6_89° verbindet MIRA innere und äußere, sichtbare und emotionale Räume in einer Installation aus fragmentierten plastischen Körperteilen. Plastikhüllen – eingeschweißt für die Ewigkeit – zeigen Abdrücke einer flüchtigen Bewegung, eines vergänglichen Moments. Verbunden mit Sensoren und Mikrocontrollern, die durch den Liveperformer und Tänzer Dong UK Kim getriggert werden, entsteht ein Geflecht aus den künstlichen Körperhülsen.
Durch die Interaktion zwischen den Objekten und dem Performer, agiert der Tänzer zugleich als Musiker, er steuert mithilfe der bestehenden Schaltung die musikalischen Ereignisse.
Die plastischen Objekte stellen Erinnerungsorte, Verbindungstore, Gedächtnishüllen zwischen dem unmittelbaren Moment, dem „Jetzt“ und unterschiedlichen Zeitfenstern, davor, danach und dazwischen dar.
MIRA 6_89° vereint Objektkunst, Liveperformance und Soundinstallation sowie sensorische Prozesse zu einem interdisziplinärem Wagnis- und Erfahrungsraum. Wie kommunizieren wir in diesem geschaffenen Raumkonzept? Wie kann durch diese Technologie ein Austausch, eine Gemeinschaft zwischen Performer und Publikum entstehen?

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Die Recherche konnten wir Dank der Förderung der SK Stiftung Kultur ausführen.

Wir arbeiteten an der Schnittstelle von Video/Objekkunst und Performance und sind auf diesem Weg für uns einen großen Schritt weiter gekommen. Technisch haben wir das Feld der Interaktion betreten, in dem wir mit Sensoren gearbeitet haben und den dazu gehörigen Softwares. Erhitztes formbares Plastik war unser Basismaterial für die Gestaltung der Objekte. Das Ergebnis ist eine interaktive Installation mit fragmentierten Körperteilen aus Plastik, die wie Abdrücke einer flüchtigen Bewegung, eines vergänglichen Moments im Raum schweben. Diese schwebenden Körperteile sind mit Sensoren verbunden, die durch verschieden Signale getriggert werden können. Diese Signale werden wiederum in Video und Klang Signale übersetzt, die für den Betrachter sichtbar bzw hörbar werden. Diese Arbeit möchten wir in den kommenden Jahren ausbauen.

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Fallen und Aufstehen – ein wiederkehrender Kreislauf.

In ihrem aktuellen Stück fragt MIRA nach den Ursachen, die uns zum Aufstehen bringen und was es rein physisch bedeutet, diese Handlung zu vollziehen. Werden wir aufgestanden oder ist es unsere innere Kraft, die uns in die Bewegung führt? Was für Hindernissen begegnen wir im Moment des Aufstehens? Ein sensibler Balanceakt, dem sich die Tänzerin und der Tänzer immer wieder aufs Neue stellen. Und wie lange hält die (auf-)stehende Gestalt den einwirkenden Energien stand?

Die Spannungsbögen des Stückes koppeln sich an die Dynamik der Bewegung, die sich den immer wiederholenden und verändernden Aufsteh- und Fallzyklen unterwirft. An einem Punkt zu liegen, zu sitzen und zu verharren – wann, wie und mit welcher Motivation und aus welcher Kraft heraus erhebt sich der Mensch erneut?

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MIRA arbeitet seit 2014 mit Jugendlichen. 2015 und 2016 konnte Dank der Förderung von Chance Tanz eine Zusammenarbeit mit dem Dortmunder U und der dort ansässigen Filmwerkstatt entstehen. So wurde Docdance gegründet. In diesem Workshop werden im Zeitraum von zwei-drei Monaten Tanzfilme von den Jugendlichen konzipiert und fertig gestellt. Das bedeutet die Jugendlichen lernen sowohl den tänzerischen als auch den filmischen Ausdruck. Die Zusammenarbeit, die MIRA selbst ausmacht, möchten wir in diesen Workshops weitergeben.

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Thematisch ist WISH eine Auseinandersetzung mit der Suche nach dem Glück. Wie sieht dieses Glück aus und was ist der Schlüssel dahin? Als erstmaligen Versuch arbeiteten wir in dieser Performance basierend auf den vorgedrehten Filmbildern, die inhaltlich und visuell eine fiktive Wunschfabrik darstellten. Aus dieser Idee heraus entwickelten wir das Raumkonzept für die spätere Bühnen-performance. Wir bauten aus 4 Projektions-flächen einen dreidimensionalen Filmraum, in dem die Soloperformance von Julia Riera stattfand und die Zuschauer sich gleichermaßen frei bewegen durften.

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Den Wunsch, ein Stück im Museum KOLUMBA zu inszenieren, gab es schon lange in unserem Kopf.

Der Zufall wollte, dass unser Thema „Schatten“ zu dem damaligen Ausstellungskonzept passte und uns somit die Gelegenheit geboten wurde, unser Stück in den Räumlichkeiten des Museums zu entwickeln. Das Echo der Vergangenheit, die Spuren der Geschichte – die Schatten – sind durch die Geschichte des Ortes heute noch gegenwärtig und spürbar. Dies in Kombination mit den Kunstwerken war eine große Inspirationsquelle für unsere performativen und filmischen Ideen.

Wir kreierten einen performativen Parcours, dem die Zuschauer folgen konnten, durch die unterschiedlichen Räumlichkeiten von Kolumba.

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In diesem Stück geht es uns um das Thema Identität in der Masse. Was macht uns zu Individuen? Wie stark werden wir von unseren Genen bestimmt?

Die Künstlerin Claudia Konold erschuf für dieses Stück ein Bühnenbild aus 113 Hemden, das zugleich Projektionsfläche für die Videoinstallation und Spielfläche für die Performerinnen darstellte.

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